Du bist noch kein Mitglied?

Lade hier den Mitgliedsantrag herunter...

 

Willkommen bei Boxing VS!

Die Website von Boxing VS im neuen Design! Kämpfe, Kämpfer und noch vieles mehr auf einen Blick! Boxing VS besteht seit nunmehr 1952 und gehört zu den stärksten Boxsportvereinen Deutschlands. Durch die Fusion 2008 mit dem Boxclub Villingen besiegelte Oliver Vcek einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Vereins.

NEWSTICKER: Schwenninger Erkan Bozkaya gewinnt Titel

Die Entscheidung für den neuen Leichtgewichtsmeister Meister Bozkaya fiel sehr knapp, aber verdient aus. Bei 7:7 Zählern gaben die Hilfspunkte den Ausschlag zu Gunsten des jungen Schwenningers, der momentan ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert und mit einer Karriere als Profi liebäugelt. Optisch hatte er in den vier Runden dominiert. Bozkayas Erfolg gegen den eigentlich favorisierten Philipp Nsingi (BC Cottbus) bedeutete den einzigen Titelgewinn für Württemberg und verhalf dem WABV zu Rang drei im Medaillenspiegel.

Württembergs Jugendwart Oliver Vlcek, ebenfalls von Boxing Schwenningen, freute sich natürlich hellauf mit seinem und über seinen Schützling -- zumal Bozkaya „im Finale den schlimmsten Mann“ aus dem ursprünglichen Neuner-Feld gehabt habe. Der Neckarstädter musste zudem das größte Pensum aller rund 80 DM-Starter bewältigen: Er war in der ausnahmsweise mit neun statt maximal acht Athleten besetzten 60-kg-Klasse für den einzigen Achtelfinalkampf ausgelost worden und musste deshalb am Donnerstag gleich zwei Mal in den Ring klettern. Trotzdem konnte der 17-Jährige im Verlauf der vier Finalrunden noch einmal entscheidend zusetzen, nachdem er zunächst im Rückstand lag „Die letzte Runde hat es gebracht“, befand der bei dem Turnier als Zeitnehmer tätige Tuttlinger Kampfrichter Dieter Bergmann.

Nur ein Endkampf ging am Samstag vor der guten Kulisse von rund 300 Zuschauern nicht über die volle Zeit. Ausgerechnet der Juniorenweltmeister im 48-kg-Limit, Theo Krechlok aus Berlin, konnte den erwartungsfrohen Boxsportfreunden seine Klasse kaum zeigen. Gegner Erik Sokolov (VfL Waldkraiburg) erlitt schon in der ersten Runde eine blutende Risswunde überm linken Auge.
Ringarzt Dr. Hans-Jürgen Grande (Spaichingen) empfahl, da sich bei jedem weiteren Treffer die Wunde zu verschlimmern drohte, dem Kampfrichter den Abbruch. An diese Einschätzung pflegen sich die Unparteiischen zu halten, das traf auch am Samstag zu. Die Blessur groß zu verarzten, ist laut Reglement nicht möglich: „Wir dürfen während des Wettkampfes nicht behandeln“, erklärte Verbandsärztin Gudrun Hinz aus Berlin. So musste der sichtlich enttäuschte Sokolov, den Tränen nahe, das Feld frühzeitig räumen.

Überwiegend setzten sich am Final-Tag die Favoriten durch. So auch die Titelverteidiger Marcus Okosun (81 kg) und Jakob Mogerl (über 91 kg. Der Württemberger Aznaur Gasanov (75 kg/Blau-Geld Stuttgart) scheiterte dagegen am Samstag im Endkampf relativ deutlich Islam Sulimanov (ESG Halle). Andreas Hoffmann (64 kg/SV Böblingen) hatte schon im Viertelfinale am Donnerstag mit einer knappen 7:9-Punktniederlage gegen den DM-Starter mit dem längsten Namen, Thulisimaran Tharumalingam (Niedersachen), die Segel streichen müssen.

Nachwuchs-Bundestrainer Hans Birka (Köln)sprach, nach seinem DM-Fazit gefragt, von einer allgemeinen „Leistungssteigerung“. Diese habe sich schon im ganzen Jahr abgezeichnet, mit je einem Titel sowie weiteren Medaillen bei der Junioren-WM und der Jugend-Europameisterschaft. Birka: „In acht, neun Gewichtsklassen sind wir gut vertreten; es waren ein paar wirklich gute Jungs dabei; in drei Klassen habe ich sogar je zwei Kandidaten für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr!“ Bei jenem Turnier geht es auch um das Startrecht bei der ersten Jugend-Olympiade.

„Spitze“, sagte Hans Birka zum Verlauf des Spaichinger DM-Turniers. Ins gleiche Horn stießen DBV-Jugendwart Thomas Kross aus Stralsund („super“) und Jürgen Wiedemann (Leonberg), der Präsident des Württembergischen Amateurboxverbands: „Wunderbar organisiert; sie kriegen Lob von allen Seiten!“ DBV-Pressewart Alexander Mazur aus Böblingen, zugleich Vorstandsmitglied bei der dortigen Sportvereinigung, sah seinen Eindruck bestätigt, dass solche Turniere in kleineren Städten immer mit mehr Engagement und familiärerer Atmosphäre ausgerichtet würden.

(Erschienen: 29.11.2009 19:30)